Mit dem Fahrrad von Eberswalde nach Brake (über Berlin, Potsdam, Leipzig, Erfurt, Kassel, Paderborn und Bielefeld)
Vom 7. bis 23.Mai planen wir gemeinsam mit dem antikapitalistischen Bündnis Disrupt (https://disrupt-now.org/) die Radtour „Landwirtschaft in Bewegung“. Diese Radtour verbindet die Brennpunkte der Zerstörung durch industrielle Landwirtschaft und Tierindustrie mit inspirierenden Beispielen für eine gerechte Zukunft. Unterwegs wollen wir Menschen mobilisieren, uns vernetzen und in einer Schlüsselregion Deutschlands die Folgen dieses Systems anprangern, um gemeinsam eine Agrarwende zu fordern.
Es ist 2025 und Tönnies versucht aktuell mit einer Rekrutierungskampagne neue Arbeitnehmer*innen für sich zu gewinnen und dabei gleichzeitig das eigene Image aufzupolieren – ganz nach dem Motto „Neue Zeiten. Alte Irrwege“.
Wir werden in den kommenden Tagen realistische Einblicke in die Welt von Tönnies, dem größten Player der deutschen Tierindustrie geben. Dem Karriereportal des Schlachtkonzerns stellen wir unsere Keine-Karriere-Webseite entgegen. Wir zeigen wie Anwerbevideos tatsächlich aussehen sollten und welche Slogans auf Werbebanner gehören sollten.
Den Anfang macht eine Plakatieraktion in Weißenfels und Kellinghusen. An den zwei Standorten des Konzerns haben wir unsere Varianten der Tönnies-Werbeslogans in die Welt getragen. Die wunderschöne Musik unseres Videos ist übrigens KI-generiert und orientiert sich ebenfalls am Original-Werbevideo von Tönnies.
Seid gespannt auf viele spannende Einblicke. Folgt uns dafür auf unseren Social Media Kanäle: Mastodon, Bluesky, Telegram und Instagram.
Und schaut euch gern auf unserer „Keine-Karriere-Webseite“ für Tönnies um: www.arbeite-nicht-hier.org. (Viel besser und ehrlicher als das Original)
Am Freitag, 31.01. laden wir ins LiZA in Kassel zur Kneipe gegen Tönnies ein! Wir bereiten Waffeln und Bowle vor, die ihr gegen eine Spende an unsere aktuelle „Gemeinsam gegen Tönnies“-Kampagne genießen könnt. Natürlich gibt es auch Limo und andere Getränke auf Spendenbasis, deren Einnahmen dem LiZA zugute kommen.
Los geht es um 19 Uhr. Kommt also vorbei, um mit uns einen entspannten Abend zu verbringen und in gemütlicher Atmosphäre mit friends abzuhängen!
Für alle, die Lust haben, gibt es außerdem die Möglichkeit, unser Bündnis kennenzulernen und sich gegen die Tierindustrie und speziell gegen Tönnies zu vernetzen. Am gleichen Wochenende findet auch unser Bündnistreffen in Kassel statt.
Fr. 31.01.2025 – 19 bis 22 Uhr LiZA (Linkes Zentrum am Altmark) Die Freiheit 19, 34117 Kassel
In diesem Jahr wird in Deutschland eine neue Regierung gewählt – und besonders Rechtsradikale hoffen auf hohe Stimmenanteile. Zahlreiche Organisationen, Gruppen und Aktive der Tierrechtsbewegung beziehen aktuell unter dem Hashtag #FuerTiereGegenRechts klar Stellung gegen diese Entwicklung. Auch wir rufen dazu auf die Initiative zu unterstützen.
In dieser Welt ist kein Platz für faschistische Ideologien, rechte Gewalt und menschenfeindliche Politik. In dieser Welt sind Menschen solidarisch mit nicht-menschlichen Tieren, die in unserer Gesellschaft oft besonders schutzlos sind, und solidarisch miteinander.
Rechtsradikale hingegen stehen für eine Welt voller Hass und Hetze, sie verkörpern Brutalität und Egoismus und stehen niemals auf der Seite der Schwachen. Je mehr sie sich in unseren Parlamenten ausbreiten, desto schlimmer wird die Lebensrealität von allen, die von rechter Gewalt betroffen sind und desto schwieriger wird auch der Einsatz für die Tiere.
Daher: Wenn du eine Stimme hast, nutze sie und wähle bei der kommenden Bundestagswahl gegen Rechts (auch wenn du der parlamentarischen Demokratie sonst kritisch gegenübersteht). Wählen alleine reicht aber nicht – wir alle müssen uns aktiv gegen den Faschismus stellen! Ob in der Nachbarschaft, auf Sozialen Medien oder in lokalen Gruppen. Vernetzt euch, organisiert euch, werdet kreativ! Gemeinsam sind wir #FuerTiereGegenRechts!
Am 29. März demonstrieren wir gegen Bayerns größten Rinderschlachthof in Waldkraiburg (östlich von München)!
Momentan lässt der Fleischkonzern Vion dort rund 4.200 Rinder pro Woche schlachten. Mit dem Rückzug von Vion aus Deutschland will nun Tönnies den Schlachthof übernehmen. Die Übernahme würde Tönnies zur unangefochtenen Nummer eins im Rindermarkt machen – und seine Konzernmacht noch weiter ausbauen. Schon heute steht Tönnies für Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur. Eine solche Übernahme darf nicht passieren! Wir sagen: Schluss mit der ausbeuterischen Tierindustrie und der Macht von Tönnies!
Die Tierindustrie lebt von Tierausbeutung, der Ausbeutung von Arbeiter*innen und der Zerstörung unserer Umwelt. Tönnies und Vion sind dabei nur zwei Gesichter eines Systems. Es ist Zeit, dieses System grundlegend zu ändern. Für eine Landwirtschaft, die Menschen, Tiere und Umwelt respektiert und gute Lebensmittel für alle schafft.
In diesem Jahr gründete sich unsere Regionalgruppe Bayern – und seitdem ist unglaublich viel passiert. Von der allerersten Demo im März in Bamberg über die Organisation von Workshops und der Teilnahme an Kongressen bis hin zur erfolgreichen Blockade des Lederwerks in Memmingen. Ein Jahr voller Aktionen und Protest!
Danke an alle, die 2024 mit uns gestaltet und die Aktionen in Bayern unterstützt haben! Wir freuen uns auf ein widerständiges 2025!
2021 blockierte Gemeinsam gegen die Tierindustrie die Hühner-Schlachtfabrik Plukon in Gudensberg bei Kassel (Bericht). Eine Person steht nun, mehr als drei Jahre nach der Aktion, für ihr Engagement gegen Ausbeutung, Klimazerstörung und Tierleid vor Gericht.
Unsere Regionalgruppe Nordhessen veranstaltete am 18. Dezember eine Soli-Kundgebung zum Prozessauftakt in Kassel. Wir sagen, Schluss mit der Repression!
„Konzernmacht brechen!“ fordern wir bei unseren aktuellen Protesten gegen den Milliardenkonzern Tönnies. Aber was bedeutet für uns eigentlich Konzernmacht? Wo und wie wirkt sie, wo kommt sie her und was hat das alles mit dem Kapitalismus zu tun? Das haben wir uns in dieser Folge für euch genauer angeschaut: historisch, politisch, ökonomisch und kulturell. Hört rein und erfahrt, warum wir denken, dass ein „weniger“ an Konzernmacht nicht ausreicht, sondern wir einen radikalen Wandel brauchen!
Jahrelang verhandelten die EU und mehrere südamerikanische Staaten ergebnislos das EU-Mercosur-Abkommen. Aktuell drängt die EU wieder auf eine Unterzeichnung. Der Widerstand bei Agrarwende- und Umweltschutzorganisationen sowie Kleinbäuer*innen in Europa und Südamerika ist groß. In einer gemeinsamen Erklärung fordern weltweit über 400 Organisationen das Abkommen zu stoppen.
Auch wir als Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ haben die Erklärung unterzeichnet. Dieser Deal würde neokoloniale Kontinuitäten nur verstärken. Das schließt die europäischen Importe von Soja für Futtermittel für die deutsche Tierindustrie ebenso ein wie die massenhafte Einfuhr von Rindfleisch.
Profiteure des neoliberalen Abkommens sind die internationalen Großkonzerne des Agrobusiness. Leidtragende sind nicht nur kleine landwirtschaftliche Betriebe in Europa sondern auch Kleinbäuer*innen, Indigene und Quilombola-Gemeinschaften in Südamerika, die konstant von Landgrabbing, Vertreibung und physischer Gewalt betroffen sind.
Es besteht zudem kein Zweifel, dass das Abkommen die Zerstörung von Ökosystemen für Monokulturen und Rinderfarmen der Agrarkonzerne befeuert würde. Also, weg damit!
Die Sojaproduktion zur Verfütterung an die (deutsche) Tierindustrie ist verantwortlich für Landraub, Vertreibung und tödliche Konflikte in Südamerika. Dies bestätigt der Bericht „Gewalt gegen die Indigenen Völker Brasiliens“ im Detail, mit einem Fokus auf indigene Gruppen in Brasilien.
Zu den betroffenen gehören unter anderem die Guajajara, Guarani-Kaiowá, Munduruku, Kaingang, Ava-Guarani, Kanela Memortumre indigenen Gruppen. Das bedeutet, dass neben der Abholzung des Regenwaldes und der Cerrados auch die existenzielle Bedrohung indigener Bevölkerungsgruppen im Globalen Süden eine direkte neokoloniale Auswirkungen der Tierindustrie ist.
Erst vor wenigen Woche veröffentlichte die Deutschen Umwelthilfe eine ähnliche Studie und warf Fleischkonzernen wie Tönnies, Westfleisch oder Rothkötter ihre Verantwortung für die Zerstörungen und Vertreibungen über undurchsichtige Handelsketten zu verschleiern.