Rückschau

Am 15. Juli 2021 blockierten wir mit 200 Aktivist*innen 10 Stunden lang die Firmenzentrale des größten deutschen Geflügelschlachters PHW. Zu PHW gehören unter anderem die Marken „Wiesenhof“ und „Bruzzzler“.
Vom 12. bis 17. Juli 2021 veranstalteten wir außerdem ganz in der Nähe, in Goldenstedt bei Vechta, ein Aktionscamp. Dieses Camp war ein Ort der Vernetzung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit den Themen Landwirtschaft, Tierhaltung, Kapitalismus und Arbeitsbedingungen von Schlachthofmitarbeiter*innen.

Am 29. Mai 2021 demonstrierten wir zusammen mit vielen weiteren Gruppen und Initiativen in Bad Bramstedt bei Hamburg gegen den dort ansässigen Vion-Schlachthof. Jede Woche werden hier bis zu 3.200 Rinder geschlachtet. Rund 150 Demonstrierende zogen lautstark und entschlossen durch die Innenstadt von Bad Bramstedt und vor die Tore des Unternehmens und forderten die Schließung des Schlachthofes.

Am 27. Mai 2021 blockierten wir die Hühner-Schlachtfabrik von Plukon in Gudensberg bei Kassel! Plukon ist der zweitgrößte Hühnerfleischproduzent der EU, in Gudensberg schlachtet der Konzern jährlich gut 28 Millionen Tiere. 

Zum Zeitpunkt der Aktion gab es einen akuten Corona-Hotspot in direktem Zusammenhang mit dem Schlachthof – mit der Blockade forderten wir die sofortige Schließung des Betriebs, um Arbeiter*innen vor Corona-Infektionen zu schützen.

Am 5. März 2021 stellten wir unsere Studie „Milliarden für die Tierindustrie“ bei einer Aktion vorm Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin vor.

In einem Standbild machten Aktivist*innen deutlich, dass mit den jährlich 13,2 Milliarden Euro Subventionen gleichzeitig verheerenden Auswirkungen finanziert werden. Gleich vor dem Balkon des BMEL spannten Kletter*innen von Robin Wood ein Banner mit der Aufschrift „Ausstieg statt Umbau“.

Über 50 Aktivist*innen blockierten am 2. November 2020 den Schlachthof von Tönnies in Kellinghusen, Schleswig-Holstein. Der Schlachthof von Tönnies in Kellinghusen stand ab 04:30 Uhr still. Fünf Aktivist*innen hatten sich an der Verladerampe und dem Tor festgekettet und eine weitere Gruppe machte eine Sitzblockade auf der Zufahrt. Vom Dach des Schlachthofs wurde ein Banner heruntergelassen

Am 11. September 2020 beteiligten wir uns am Aktionstag gegen Tönnies in Düsseldorf. Gemeinsam mit der Organisation aktion ./. arbeitsunrecht und mehreren anderen Gruppen aus der Arbeitsrechts-, Klima- und Umweltbewegung hatten wir zur Demonstration „System Tönnies stoppen! Gegen die Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt“ aufgerufen. Am Vormittag desselben Tages fand dazu eine Pressekonferenz statt.

250 Menschen folgten unserem Aufruf, um am 29. August 2020 gegen Schadensersatzforderungen des Tönnies-Konzerns gegen Aktivist*innen zu protestieren: 30 Tierrechts- und Klima-Aktivist*innen der Aktionsgruppe „Tear Down Tönnies“ blockierten den Schlachthof im Oktober 2019 für einige Stunden.

Mit mehr als 30 aufgehängten Schilder haben Aktivist*innen am 31. Juli 2020 gegen die Plukon-Schlachtfabrik in Gudensberg protestiert. Mit der Aktion forderten wir einen Stopp des Schlachtbetriebs angesichts der wiederkehrenden Corona-Infektionen in Schlachtfabriken.

30 Aktivist*innen besetzten am 4. Juli 2020 seit den frühen Morgenstunden das Dach des umstrittenen Tönnies-Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück sowie dessen Hauptzufahrtsstraße. Vom Dach wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Shut down Tierindustrie“  heruntergelassen. 

Mitte Juni war bekannt geworden, dass sich mehr als 1.500 Mitarbeiter*innen mit Corona infiziert hatten. Mit der Aktion forderten wir eine dauerhafte Schließung der Schlachtfabrik, um Arbeiter*innen und Anwohner*innen vor Corona zu schützen, und um das Klima zu schützen und die Ausbeutung der Tiere zu beenden.

Unter dem Motto „Solidarität mit den Arbeiter*innen in der Tierindustrie“ riefen wir vom 28. bis 31. Mai 2020 zu bundesweiten Aktionstagen auf. In den Wochen zuvor hatten sich Schlachthöfe bundesweit als Corona-Infektionsherde erwiesen.

Vor den Toren von vier Schlachtfabriken in Bayern und Brandenburg fanden Kundgebungen statt, dazu sieben Mahnwachen und größeren Versammlungen auf zentralen Plätzen. Daneben haben mehrere Gruppen direkte und kreative Aktionen durchgeführt.