Müller-Konzern übernimmt Tofu-Hersteller Berief

Der Milchindustrie-Konzern Müller steht für Preisdumping, Steuerflucht und Profit durch Tierausbeutung. Der Konzernchef Theo Müller bewirbt offen die rechtsextreme AfD. Nun übernimmt der Konzern den Tofu- und Pflanzenmilchhersteller Berief.

Im Mai 2026 meldete das Familienunternehmen Berief Food GmbH aus Beckum eine vollständige Übernahme durch die Unternehmensgruppe Theo Müller (u. a. Müllermilch). „ Ziel des Zusammenschlusses ist es insbesondere, die internationale Expansion zu beschleunigen und gleichzeitig den Standort Beckum nachhaltig zu stärken. (…) Angesichts steigender Nachfrage nach pflanzenbasierten Produkten und konkreter Expansionspläne – insbesondere in europäische Auslandsmärkte wie unter anderem die Benelux-Staaten und Osteuropa – bestand ein erhöhter Kapitalbedarf.“ Zur Zeit wird die Übernahme vom Bundeskartellamt geprüft und steht unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Freigaben.

Berief zählt zu den etablierten Anbietern im Markt für pflanzenbasierte Lebensmittel und vertreibt eine Vielzahl von Produkten (auch unter anderen Marken) im gesamten Lebensmitteleinzelhandel. Laut eigener Webseite setzt sich der Konzern in ihrem Nachhaltigkeitskonzept für „soziale Themen und Umweltaspekte auch im Bereich der Beschaffung unserer Rohstoffe“. 2024 bis 2026 wurden sie deshalb für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Unternehmen für Milch- und Frischeprodukte“ nominiert.

Für Müller ist die Übernahme „ein wichtiger strategischer Schritt, mit dem wir beabsichtigen, unsere Aktivitäten in diesem Zukunftsmarkt zu ergänzen“. Der Konzern steht seit einiger Zeit nicht nur aufgrund von Steuerflucht und Milchpreisdumping, sondern auch wegen der Nähe Theo Müllers zur AfD und deren Parteispitze Alice Weidel in der Kritik.

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Auf die Straßen! Alle zusammen gegen den Faschismus!

Auch am kommenden Wochenende sind wieder viele Demonstrationen gegen den zunehmenden Rechtsextremismus, dem Rechtsruck in Politik und Gesellschaft und das Erstarken der AfD geplant. Wir waren bei vielen Demos dabei und rufen dazu auf, weiter für eine solidarische Gesellschaft auf die Straße zu gehen.

Wir wehren uns gegen ein rechte, menschenfeindliche Politik, die weit in die Mitte hineinragt (wie die aktuelle Asylpolitik zeigt). Wir haben als Bündnis auch die Verhältnisse in der Tierindustrie im Blick. Ausgrenzung, Diskriminierung und struktureller Rassismus ist gerade in den größten Konzernen der Industrie allgegenwärtig und trifft vor allem Arbeiter*innen aus Ost- und Südosteuropa.

Clemens Tönnies machte bereits mit zutiefst rassistischen Reden Schlagzeilen und Müllermilch-Milliardär Theo Müller traf sich erst vor wenigen Wochen mit AfD-Chefin Alice Weidel zum Dinner in Cannes um „das Programm der AfD sowie ihrer persönlichen Ansicht zur aktuellen Politik zu diskutieren“.

Für uns ist klar: Der Kampf gegen die Tierindustrie ist antirassistisch und antifaschistisch. Für uns ist aber auch klar wie viel Stärke und Ermutigung darin liegt, gemeinsam auf die Straße zu gehen und unsere Kämpfe zu verbinden. Lasst uns auch die nächsten Demonstrationen dazu nutzen, aufzuzeigen, wie laut wir zusammen sind.

Termine für geplante Demos gibt‘s hier: https://zusammen-gegen-rechts.org