Nach dem Rückzug von Vion vom deutschen Markt plante Tönnies die Übernahme mehrerer Vion-Standorte in Süddeutschland. Verschiedene Initiativen und auch unser Bündnis protestierte gegen die Weiterführung der Schlachthöfe, u.a. mit einer Großdemo in Waldkraiburg und einer erfolgreichen Blockade des Schlachthofs in Crailshaim. Letztendlich untersagte das Bundeskartellamt im vergangenen Jahr die Tönnies-Übernahme.
Mittlerweile wurde bekannt: Der Schlachthof in Crailsheim, wo jährlich eine Millionen Schweine geschlachtet werden, soll nun aber an Boeser Frischfleisch von der Goldschmaus-Gruppe übergehen. Der größte Rinderschlachthof Deutschlands in Waldkraiburg soll ebenfalls fortgeführt werden und durch OSI Europe Foodworks übernommen werden. Das Unternehmen ist einer der Hauptzulieferer für McDonalds und war mehrfach in Tierschutzskandale verwickelt. Auch in Buchloe soll der Betrieb weitergehen: Der Rinderschlachthof soll an den irischen Konzern ABP Food Group verkauft werden.
Damit soll das ausbeuterische System der Tierindustrie an den betroffenen Standorten auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt fortgeführt werden. Angesichts der Klimakatastrophe und einer dringend notwendigen Agrar- und Ernährungswende ist es verheerend, dass alternative Nutzungsmöglichkeiten ausgeschlagen und die Menschen nicht in die Mitgestaltung der Zukunft miteinbezogen wurden.
Wir sagen stattdessen: Schließt die Schlachthöfe! Umwandlung der Anlagen in Betriebe der solidarischen, ökologischen und pflanzenbasierten Lebensmittelproduktion!
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