Nach dem Rückzug von Vion vom deutschen Markt plante Tönnies die Übernahme mehrerer Vion-Standorte in Süddeutschland. Verschiedene Initiativen und auch unser Bündnis protestierte gegen die Weiterführung der Schlachthöfe, u.a. mit einer Großdemo in Waldkraiburg und einer erfolgreichen Blockade des Schlachthofs in Crailshaim. Letztendlich untersagte das Bundeskartellamt im vergangenen Jahr die Tönnies-Übernahme.

Mittlerweile wurde bekannt: Der Schlachthof in Crailsheim, wo jährlich eine Millionen Schweine geschlachtet werden, soll nun aber an Boeser Frischfleisch von der Goldschmaus-Gruppe übergehen. Der größte Rinderschlachthof Deutschlands in Waldkraiburg soll ebenfalls fortgeführt werden und durch OSI Europe Foodworks übernommen werden. Das Unternehmen ist einer der Hauptzulieferer für McDonalds und war mehrfach in Tierschutzskandale verwickelt. Auch in Buchloe soll der Betrieb weitergehen: Der Rinderschlachthof soll an den irischen Konzern ABP Food Group verkauft werden.

Damit soll das ausbeuterische System der Tierindustrie an den betroffenen Standorten auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt fortgeführt werden. Angesichts der Klimakatastrophe und einer dringend notwendigen Agrar- und Ernährungswende ist es verheerend, dass alternative Nutzungsmöglichkeiten ausgeschlagen und die Menschen nicht in die Mitgestaltung der Zukunft miteinbezogen wurden.

Wir sagen stattdessen: Schließt die Schlachthöfe! Umwandlung der Anlagen in Betriebe der solidarischen, ökologischen und pflanzenbasierten Lebensmittelproduktion!

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Screenshot vom im Beitrag verlinkten Video des ARD-Journals Monitor

Fleischkonzerne stehen seit Jahren wegen mieser Arbeitsbedingungen in der Kritik.

Das ARD-Journal MONITOR berichtet in seiner heutigen Sendung vom Dienstag, dem 21.04.2026 abermals über skandalöse Zustände, im Fokus der Fleischgigant Westfleisch.

Viele Arbeiter*innen der Fleischindustrie kommen inzwischen aus Indien, China oder Vietnam. Sie zahlen oft mehrere tausend Euro an Vermittlungsagenturen und verschulden sich hoch, um in Europa arbeiten zu können.

Doch die Realität in Deutschland ist oft ein Albtraum: harte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne, kaum Schutz für die Beschäftigten. Wer krank wird oder sich beschwert, riskiert den Job – und bleibt auf seinen Schulden sitzen.

MONITOR zeigt, wie die Konzerne von rechtlichen Grauzonen profitieren und die Not vieler Menschen systematisch ausnutzen.

Tagesschau-Bericht: https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/fleischindustrie-arbeitskraefte-ausbeutung-100.html

MONITOR-Beitrag bei YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=uwLr_F-jGFQ

Der Verein Faba Konzepte hat das Online-Projekt „Plattform Schlachtindustrie“ gestartet. Hier werden auf interaktiven Karten wichtige Informationen zu den größten deutschen Schlachthöfen aufgelistet: Konzernzugehörigkeiten, Treibhausgasemissionen, Schlachtmengen, Wasserverbrauch und vieles mehr.

Die Datenbank bietet wertvolle Informationen für Initiativen, Aktivist*innen und Anwohner*innen, die sich gegen Tönnies, Wiesenhof & Co. einsetzen.

Schaut rein, informiert euch und beteiligt euch am Projekt
https://schlachtindustrie.de/

Mobibild für den Kongress mit einfacher Grafik verschiedener Menschen sowie den im Beitrag genannten Daten zu Zeit und Ort.

Anarchie und Tierbefreiung – Strategie und Vernetzung in Zeiten von Kriegen, Rechtsruck und Klimakollaps

📅 Fr. 20.03.26 – So. 22.03.26
📍 Nürnberg

Rechtsruck, Militarisierung, Klimakollaps, Kriege, Sozialabbau – Wie organisieren wir uns weiter, wenn alles gleichzeitig eskaliert? Wie lässt sich noch Hoffnung und Kraft schöpfen? Dieses Wochenende schafft Raum für Vernetzung, Strategie und gemeinsame Orientierung: für Menschen aus der Tierbefreiungsbewegung sowie aus anarchistischen, antifaschistischen, queer-feministischen und klimagerechten Kontexten.

Im Fokus stehen:

    • Tierbefreiung als Teil eines intersektionalen, antikapitalistischen Befreiungskampfes

    • Lernen voneinander: Tierbefreiung, Klimagerechtigkeitsbewegung, queer-feministische, autonome & anarchistische Praxis Umgang mit Erschöpfung und Verzweiflung – und Wege zurück zu Handlungsfähigkeit und Hoffnung

    • Strategische Fragen: Was braucht die Bewegung? Was brauchen wir? Wie geht es weiter?

Geplant sind inhaltliche Workshops, Vorträge, bewegungsübergreifender Austausch, praktische Aktivismus-Skills, Räume für Selbstfürsorge – und viel Zeit für Vernetzung und gemeinsame Perspektiven.

👉 Weitere Infos, Programm & Anmeldung: https://anarchieundtierbefreiung.noblogs.org/

Organisiert von GgdT Bayern, Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart und WATU


2025 haben wir uns vielfältig gegen die Tierindustrie und für ein ökologisches und sozial gerechtes Ernährungssystem eingesetzt!

Im Januar konterten wir eine Tönnies-Werbekampagne für Personal-Recruitment mit einer eigenen Adbusting-Kampagne. Werbeplakate wurden umgestaltet und auf der Webseite arbeite-nicht-hier.org wurden die Lügen des Tönnies-Konzerns kreativ, ironisch und humorvoll offengelegt.


Im März veranstaltete unsere Regionalgruppe Bayern eine Großdemo in Waldkraiburg – gegen Tönnies und dessen geplante Übernahme des dortigen Schlachthofs.

Im April haben ca. 80 Aktivist*innen den Schlachthof von VION in Crailsheim blockiert, auch um gegen die geplante Übernahme durch Tönnies und dessen wachsende Marktmacht zu protestieren. Zusätzlich reichten wir eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein. Unsere Proteste waren letztendlich erfolgreich – Tönnies darf die Schlachthöfe nicht übernehmen.

Im Mai sind wir mit Disrupt im Rahmen einer Fahrradtour von Berlin bis nach Brake geradelt und haben Orte besucht, die sowohl die Zerstörung des Ernährungssystems aufzeigen (Tönnies in Rheda-Wiedenbrück) als auch Orte, in denen es um zukunftsfähige Alternativen geht.

Im August waren wir wieder auf dem System Change Camp und haben mit Vorträgen zur Tierindustrie, Wasser und Futtermittelimporten Inhalte eingebracht.

Im Oktober führten wir mit weiteren Gruppen die vielfältigen Disrupt-Aktionstage in Bremen durch, bei denen wir für gerechtes Essen für Alle demonstriert haben: u. a. mit einer Blockade gegen den Tönnies-Fabrikanten Könecke und einer Bündnisdemo, bei der wir lautstark ein Ende der Tierindustrie forderten.

Und wir haben uns natürlich an verschiedenen anderen Aktionen beteiligt – z.B. bei der Kampagne „Für Tiere gegen Rechts“ im Zuge der Bundestagswahlen oder bei antifaschistischen Aktionen von Widersetzen. Ein ereignisreiches Jahr. Wir haben viel geschafft – und blicken gleichzeitig mit Sorge in die Zukunft.

Umso wichtiger, dass wir nächstes Jahr weitermachen. Wir werden weiter protestieren – gegen die Tierindustrie, gegen Faschismus. Für ein Ernährungssystem, in dem alle Zugang zu gesundem, guten Essen haben. Essen, das ohne Ausbeutung produziert wird.

Für ein Ende von Tönnies, Westfleisch und Co. Die Planungen für 2026 laufen auf Hochtouren. Gemeinsam reißen wir was. Wenn du magst, sei gern dabei.

Nach erfolgreichen und vielfältigen Aktionen bei den ‚Disrupt. Food System‘ Internationalen Aktionstagen, möchten wir die Energie weitertragen! 💥

Und das auch lokal: Wenn ihr Bock habt, uns kennenzulernen oder vielleicht bei Gemeinsam gegen die Tierindustrie mitzumachen, kommt vorbei! Wir wollen eine emanzipatorische Landwirtschaft und eine gerechte Ernährungswende mit Menschen, Tieren und Umwelt im Mittelpunkt. Dafür machen wir Öffentlichkeitsarbeit, organisieren Demonstrationen und Aktionen zivilen Ungehorsams. Gemeinsam können wir mehr erreichen!

⌚️ Wann? Montag 24.11. um 18:30 Uhr

📍 Wo? New Yorck am Bethanien (Raum 4, 1. Etage, Mariannenpl. 2a, 10997 Berlin)

Bring deine eigenen Ideen, Motivation und Fragen mit. Oder komm einfach vorbei, um uns kennenzulernen und reinzuschnuppern.

Unser Selbstverständnis

GgdT News

Kontakt: berlinbrandenburg@gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

    Beim Deutschen Fleischkongress 2025 in Mainz trifft sich Ende November die deutsche Fleischwirtschaft, um gemeinsam über ihre „existentiellen Herausforderungen“ zu sprechen und sich ansonsten gegenseitig auf die Schultern zu klopfen.

    Ein Bündnis von Klimagerechtigkeits-, Umwelt- und Tierrechtsgruppen wird allerdings dafür sorgen, dass die Veranstaltung nicht so reibungslos ablaufen wird wie geplant. Protestaktionen sind bereits angekündigt.

    Aktuelle Infos, Termine von Protestaktionen und mehr gibt es beim Kolibri-Kollektiv:
    https://kolibri-kollektiv.net/fleischkongress

    Für alle die Interesse haben sich gegen die Tierindustrie und für ein solidarisches und ökologisches Ernährungssystem einzusetzen. Am 2. November veranstalten wir ein Kennenlern- und Vernetzungstreffen in Hamburg.

    Gründe dafür sich gegen Tönnies & Co. zu engagieren gibt es genug: Die Tierindustrie verursacht unermessliches Tierleid, befeuert die Klimakrise und beutet Menschen hier und im globalen Süden aus. Schluss damit! Wir setzen uns mit Demos, Aktionen oder Diskussionsveranstaltungen für die Abschaffung dieser Industrie ein und freuen uns über euren Support.

    Beim Treffen berichten wir über unsere Arbeit und ihr erfahrt wie ihr mitmachen könnt. Neben spannenden Gesprächen und ein paar Infos gibt es auch leckeren Kuchen, Kaffee und Getränke. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

    Wann? Sonntag, 2.11.2025 – 16 Uhr
    Wo? Café Knallhart: Von Melle Park 9 (Unicampus), Hamburg
    Fragen? Dann schreibe an: hamburg@gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

    Im Rahmen der Disrupt-Aktionstage vom 8.-13.10. haben wir von Gemeinsam gegen die Tierindustrie am 11.10. an der Bündnisdemo „Gemeinsam ackern! EU-Mercosur stoppen! Für eine solidarische Ernährungswende jetzt!“ in Bremen teilgenommen und haben unsere Forderungen nach einem gerechten Ernährungssystem auf die Straße bracht.

    Aus dem Aufruf zur Demo des Klimakollektivs: „Während in Brasilien die nächsten Weltklimaverhandlungen vorbereitet werden, treibt die EU das EU-Mercosur-Abkommen mit den südamerikanischen Staaten voran. Dieses Abkommen soll Handelsströme ausweiten – doch bereits jetzt sind die Folgen dieser Handelsbeziehungen massiv:  Abholzung, Monokulturen, Massentierhaltung, Menschenrechtsverletzungen. Gewinner der Ausweitung wären internationale Agrarkonzerne – und deutsche Chemieriesen wie Bayer und BASF, die ihre Pestizide und Gentech-Produkte auf Kosten von Menschen und Umwelt in Südamerika absetzen. Verlierer wären weltweit und ebenso hier vor Ort bäuerliche Höfe, Klima, Umwelt, unsere Ernährungssicherheit – letztlich wir alle.“

    Unsere Landwirtschaft wird von wenigen großen Agrarkonzernen dominiert, und das ist kein Zufall. Es ist ein System, das auf Ausbeutung, Wachstum und Konkurrenz basiert. Aber wir wissen: Für gutes Essen für alle und mit allen brauchen wir eine andere, eine solidarische und gerechte Landwirtschaft.

    Das Thema betrifft uns alle: Überall, bei dir vor der Haustür und auf deinem Teller! Für eine gerechte Landwirtschaft statt Agrarindustrie!

    Credits:
    Marco Molitor /coffee in the desert
    Unschärfekollektiv

    Wir von Gemeinsam gegen die Tierindustrie sind aktuell bei den Disrupt-Aktionstagen, die von 8-13.10. in Bremen stattfinden.

    Der Freitag war geprägt von vielfältigen Aktionen: Über acht Stunden haben etwa 70 Aktivist*innen die zu Tönnies gehörende Fleischwarenfabrik Könecke in Delmenhorst blockiert und das zerstörerische System der Tierindustrie unterbrochen.

    Parallel dazu haben weitere 100 Aktivist*innen in Bremen die Reederei J. Müller blockiert. J. Müller importiert jährlich Millionen Tonnen von Futtermitteln aus Mittel- und Südamerika und macht damit riesige Profite. Der Futtermittelimport ist verantwortlich für Landraub und Entrechtung von Indigenen sowie für die Zerstörung hiesiger Ökosysteme.

    Außerdem gab es eine Radtour von Bremen nach Brake mit anschließender Hafenrundfahrt durch die riesigen Futtermittelterminals, um auf die zerstörerischen Konsequenzen der Futtermittelindustrie aufmerksam zu machen.

    Ein richtig erfolgreicher Tag für uns! Es wurde sichtbar gemacht, wo das Ernährungssystem Veränderung benötigt und wir haben gemeinsam überlegt, wie diese aussehen kann.

    Und heute geht es weiter: Um 12:30 Uhr treffen wir uns am Hauptbahnhof für eine große Bündnisdemo: Für ein besseres Agrarsystem, für eine gerechtere Ernährung, für gutes und gesundes Essen für ALLE, und nicht für den Profit von wenigen.

    Wir fordern: Eine solidarische Ernährungswende und eine Abschaffung der Tierindustrie!