Offenes Treffen: Gemeinsam gegen die Tierindustrie in Wien

Du willst dich gemeinsam gegen die Tierindustrie engagieren und aktiv werden? Du bist auf der Suche nach einer Gruppe, die das Thema bewegungsübergreifend und aus systemischer Sicht betrachtet?

Egal ob du schon organisiert bist oder dich ganz neu mit dem Thema beschäftigst – bei unserem offenen Treffen kannst du mehr über das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie und unsere neu gegründete Ortsgruppe erfahren. Und natürlich ganz wichtig: wie du mitmachen kannst!

Wir wollen zusammen überlegen welchen Fokus unsere Gruppe haben soll, es ist also ein super Moment einzusteigen und deine Ideen mit einzubringen!

🕕 Montag den 11. November um 18 Uhr
📍 Büro des VGT (Meidlinger Hauptstraße 63/6, 1120 Wien) ein.

Wir freuen uns auf dich!

Futtermittelimporte: Tönnies & Co weiter in der Kritik

Nach wie vor werden Unmengen an Soja aus Südamerika für die Futtermittelproduktion der deutschen Tierindustrie importiert. Eine Studie der Deutschen Umwelthilfe und der Umweltschutzorganisationen Mighty Earth und Client Earth zeigt abermals wie der Sojaanbau in Brasilien mit Naturzerstörungen, Menschenrechtsverstößen und großflächigen Entwaldungen im Zusammenhang steht. Profiteure seien u.a. Tönnies, Westfleisch und Geflügelfleischkonzern Rothkötter.

Die Konzerne würden trotz aller Selbstverpflichtungen weiterhin vom Sojaanbau auf zerstörten Flächen der brasilianischen Feuchtsavannen (Cerrado) profitieren. Der Import verläuft allerdings entlang undurchsichtiger Handelsketten. Die Studie wirft dem Agrarhandelskonzern Bunge vor, Naturzerstörungen sowie Menschenrechtsverstöße wie Vertreibungen der lokalen Landbevölkerung zu ignorieren, um das Soja an die Futtermittelwerke der deutschen Tierindustrie zu verkaufen.

Tönnies & Co. seien damit mitverantwortlich für die neokoloniale Ausbeutung und stünden auch ganz konkret im Verdacht das deutsche Lieferkettengesetz zu unterlaufen. Seit Anfang 2024 sind Konzerne verpflichtet, sicherzustellen, dass in Lieferketten (also auch bei Zulieferern) Menschen- und Kinderrechte sowie Umweltschutzvorgaben eingehalten werden.

Diese wiederum weisen die Vorwürfe von sich. Tönnies wirft der Deutschen Umwelthilfe in einem Tagesspiegel-Artikel gar Verleumdung vor. Bunge und andere Großhändler seien lediglich „Vor-Vor-Vorlieferanten für an Tönnies gelieferte Tiere“, entsprechend bestehe auch kein Handlungsbedarf.

Weitere Infos:

Tagesspiegel-Artikel: https://archive.is/qZfqu

Studie der Umwelthilfe: https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Naturschutz/Soja/Soy_Story_Deutsch_Release_2810_komprimiert_f%C3%BCr_web.pdf (PDF, 72 Seiten)

Hintergrundartikel zu Neokolonialismus und Futtermittelimporten: https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/uber-neokolonialismus

Tönnies: Deutschlands größter Schweineschlachter wird nun auch Deutschlands größter Rinderschlachter.

Tönnies übernimmt nach dem Schlachthof Altenburg jetzt auch die Standorte des niederländischen Vion-Konzerns in Buchloe, Crailsheim (auch Schweineschlachtung) und Waldkraiburg. Teil des Anfang September bekannt gewordenen Deals mit Vion ist auch die Übernahme eines Zerlegebetriebs in Hilden und zweier Fabriken, die Häute verarbeiten.

Vion, ehemals zweitgrößter Fleischkonzern in Deutschland, kündigte an, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Die Vion-Großschlachthöfe in Bad Bramstedt und Emstek wurde bereits geschlossen, weitere Standorte an die EG Südbayern verkauft.

Tönnies baut damit die eigene Marktmacht weiter aus. Mit den neu erworbenen Standorten kann der Konzern rund eine Millionen Rinder im Jahr töten und steht damit an der Spitze der deutschen Rinderschlachter. Im Jahr 2022 schlachtete Tönnies noch rund 360.000 Rinder, nach Vion (630.000) und Westfleisch (390.000).

Wir sagen: Konzerne wie Tönnies dürfen nicht noch mächtiger werden, denn damit stabilisieren sich auch ihre ausbeuterischen Praktiken: Prekäre Arbeitsbedingungen, millionenfaches Tierleid und Umweltzerstörung. Dem Tönnies-Konzern muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Was wir brauchen, ist eine sozial gerechte, ökologische und vor allem pflanzenbasierte Agrarwende. Was wir ganz bestimmt nicht brauchen: Clemens und Max Tönnies, die ihren Konzern und sich selbst noch reicher machen – auf Kosten von Tieren, Menschen und Umwelt.

Auf nach Erfurt: System Change Camp vom 5. bis 11. August – Wir sind dabei!

Grafik zum Camp mit einem Bild von einer Fahne, die von einem Zelt weht, dazu die Schlagzeile "Gemeinsam gegen Rechts und für Klimagerechtigkeit!".

In gut 2 Wochen startet in Erfurt (Thüringen) das diesjährige System Change Camp. Vor dem Hintergrund des spürbaren Rechtsrucks in unserer Gesellschaft ist ein Schwerpunkt des Camps der Kampf gegen Rassismus und Faschismus. „Für eine klimagerechte Welt müssen wir Kämpfe verbinden und die immer stärker werdenden rechten Kräfte zurückdrängen“, heißt es im Aufruf zum Camp,.

Es gibt zudem viel Raum für Bildung, Vernetzung und Strategieentwicklung zu vielen weiteren Thema. Wir organisieren mit anderen Gruppen ein Themenzelt zum Thema Land- und Ernährungswirtschaft und werden hierbei mit mehreren spannenden Veranstaltungen mit dabei sein.

Daher: kommt vorbei, diskutiert mit, vernetzt und organisiert euch für eine klimagerechte Welt ohne Faschismus!

Weitere Infos:
Alle Infos zum Camp: https://www.system-change-camp.org
Programm: https://www.system-change-camp.org/programm

Sojaimporte, Futtermittel, neokoloniale Ausbeutung: Veranstaltung am 03.07. in Würzburg

Um den Futtermittelbedarf der Tierindustrie zu decken, importiert Deutschland immense Mengen an Soja, besonders aus Brasilien. Dort führt die Expansion der Sojaplantagen zu Regenwaldabholzung, Landkonflikten, Pestizidabdrift, verseuchtem Wasser und der Verunreinigung des traditionellen Saatguts durch Gentechnik. Aber es gibt auch Widerstand gegen das ausbeuterische System der Agrarindustrie. Bäuerliche Betriebe, Landbesetzungen und indigene Völker zeigen dagegen, dass nachhaltige Landwirtschaft möglich ist.

Sandra Konig wird von deren Kampf um ihr Land berichten. Sie wird dabei vor allem auf die die Zusammenhänge zwischen der Situation der Guaraní in Südbrasilien und der Landwirtschaft hier eingehen. Im Anschluss gibt es Diskussion und Austausch, was das für uns, sowohl für die Landwirtschaft, Konsum als auch die Politik bedeutet. Denn Soja verbindet.

🗓️ Mittwoch, der 03.07.2024
⏰ 17:30 – 19:30 Uhr
📍Josef-Schneider-Straße 1, 97080 Würzburg

Sandra Konig ist Bäuerin aus Brasilien, Expertin für nachhaltige ländliche Entwicklung und Koordinatorin von Outro Olhar, einer Organisation die mit den Gemeinschaften der Guarani Landwirtschaft betreibt, kulturelle Veranstaltungen und Austausch mit der nicht-indigenen Gesellschaft durchführt und wichtige Bildungsarbeit leistet.

Tierindustrie und Klimakrise: Workshop am 23.06. in Wien

Tierindustrie abschaffen – so geht’s!

Wie hängt eigentlich das System hinter der Herstellung von Fleisch, Käse und Milch mit der Klimakrise zusammen? Welche anderen planetaren Grenzen werden durch die Tierindustrie noch gefährdet? Und wie steht es um die Rechte der Arbeiter:innen und globale Gerechtigkeit?

Darüber und über das System hinter der Tierindustrie in Österreich wollen wir in diesem Workshop sprechen und gemeinsam überlegen, wie wir bewegungsübergreifend handeln können. Du willst dich auf systemischer Ebene gegen Massentierhaltung und Ausbeutung engagieren? Komm vorbei und lern uns kennen!

Workshop im Rahmen der Klimabiennale Wien
Sonntag, 23. Juni 2024 – ab 17:00 Uhr
Volkskundemuseum, Laudongasse 15-10, 1080 Wien

Video und Bericht zur Demo: Gemeinsam gegen Tönnies in Kellinghusen

Gemeinsam gegen Tönnies: Unter diesen Motto demonstrierten am 15. Juni gut 200 Teilnehmer*innen in Kellinghusen. Tönnies betreibt hier den größten Schweineschlachthof Norddeutschlands. 5.000 Schweine werden hier hier pro Tag (!) im Akkord geschlachtet.

Die Demo richtete sich nicht nur gegen das grenzenlose Tierleid, sondern thematisierte in Redebeiträgen auch die Überausbeutung der Arbeiter*innen, die der Zerstörung des Klimas und der Umwelt sowie die mit der Tierindustrie verbundenen neokolonialen Strukturen etwa durch Futtermittelimporte. Neben Aktiven aus unseren Bündnis beteiligten sich auch Anwohner*innen, Mitglieder von Bürger*innen-Initiativen und viele Tierrechtsgruppen aus der Region.

Nach einer Auftaktkundgebung setzte sich der Demozug lautstark in Bewegung. „Wir sind laut – Wir sind hier – Für die Befreiung von Menschen und Tier“ oder „Von Kellinghusen bis nach Rheda-Wiedenbrück – Wir zerlegen Tönnies Stück für Stück“ schallte es lautstark durch die Innenstadt der 8.000 Einwohner*innen zählenden Kleinstadt. Auf Bannern und Transparenten wurden Tierrechte, das Ende von Subventionen für die Tierindustrie und die Schließung des Schlachthofs gefordert.

Die Demo wurde von einem Großaufgebot der Polizei begleitet und der Schlachthof zur Abschlusskundgebung durch Polizeiketten abgeschirmt. Die Demonstrant*innen ließen sich hiervon aber keineswegs einschüchtern und protestierten lautstark und entschlossen bis zum Abschluss der Demo.

Presseberichte:
NDR-Videobeitrag: https://www.ndr.de/shmag117628.html
Bericht in der Norddeutschen Rundschau: https://archive.is/vMmTy

Schluss mit dem System Tönnies – Demo am 2. Mai in Altenburg (Thüringen)

Tönnies übernimmt den ehemaligen Vion-Schlachhof in Altenburg (Thüringen). Ab diesem Donnerstag sollen hier bis zu 2.000 Rinder pro Woche geschlachtet werden. Damit baut der größte Fleischkonzern Deutschlands seine enorme Marktmacht weiter aus.

Wir sagen: Schluss mit dem System Tönnies und der Tierindustrie und werden zum Betriebsstart unseren Protest lautstark auf die Straße tragen.

Komme deshalb am Donnerstag um 11.30 Uhr vor den Schlachthof Altenburg, und fordere mit uns eine solidarische und ökologische Agrar- und Ernährungswende statt Profite für Großkonzerne und Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur.

🗓️ Donnerstag 2. Mai
⏰ 11:30 – 13:00 Uhr
📍vor Schlachthof Altenburg, Am Poschwitzer Park 7

Alle Infos zur Demo und Hintergründe:
https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/demo-altenburg

Vortrag & Austausch: „Ausbeutungsstrukturen in der Tierindustrie“

Warum sollte eine Beschäftigung mit der Tierindustrie Teil linker Kämpfe sein? Warum ist diese Industrie relevant, welche Ausbeutungsstrukturen gibt es dort und was hat das alles mit Neokolonialismus und Klimagerechtigkeit zu tun?

Das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie befasst sich mit all dem und ist aktuell vor allem gegen den Konzern Tönnies aktiv. Wir geben euch bei diesem Vortrag unsere antikapitalistische Perspektive auf die Tierindustrie und freuen uns auf neue Ideen und Verbündete. Der Vortrag findet auf Deutsch (mit Flüsterübersetzung nach Bedarf) statt.

Wo? An der Wasserbesetzung bei Tesla (Am Bahnhof Fangschleuse, 15537 Grünheide 52.404969, 13.822031)

Wann? 28.4. um 15 Uhr

Organisiert von der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg von Gemeinsam gegen die Tierindustrie

Save The Date: Überregionale Demo gegen Tönnies in Kellinghusen (bei Hamburg) am 15. Juni!

Am Tönnies-Schlachthof Kellinghusen (bei Hamburg) setzen wir am Samstag, den 15. Juni ein Zeichen gegen Deutschlands größten Schlachtkonzern und führenden Fleischverarbeiter:

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Tönnies“ gehen wir auf die Straße und zeigen, dass Schluss sein muss mit dem grenzenlosen Tierleid, der Ausbeutung der Arbeiter*innen in den Schlachtfabriken, mit der Zerstörung der Umwelt, mit neokolonialen Strukturen und mit dem riesigen Profit, den Tönnies mit all dieser Zerstörung macht. 

Weitere Infos zur Demo findet ihr hier:
www.gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/demo-kellinghusen