Vernetzungstreffen gegen die Tierindustrie in Nord- und Mittelhessen

Sonntag, 30. August 14 bis 18 Uhr in Kassel

Mehr Infos unter: https://tierindustrienordhessen.noblogs.org/

Sonntag, 13. September 14 bis 18 Uhr in Gießen

Mehr Infos unter: https://tierindustriemittelhessen.noblogs.org/

Einladung für Kassel:

Kassel 2030 – Für ein Ernährungssystem ohne die Tierindustrie

Was braucht es für ein klimagerechtes und solidarisches Kassel 2030? Dieser Frage widmet sich ein neues Netzwerk unter dem Titel “Kassel 2030”. Mit diesem Vernetzungstreffen möchten wir dazu beitragen und den Blick auf die Tierindustrie richten. Denn diese spielt eine maßgebliche Rolle bei vielen gegenwärtigen Krisen: Klimakrise, Umweltprobleme, Ausbeutung von Bäuer*innen, Arbeiter*innen und Tieren, und nicht zuletzt die Entstehung und Verbreitung von multi-resistenten Keimen und Krankheiten wie Corona. Und das auch direkt hier in Nordhessen, vor den Toren Kassels: in Gudensberg, keine 20 km südlich von Kassel, steht Hessens größter Geflügelschlachthof des Plukon-Konzerns, und eine entsprechend große Zahl an Massentierhaltungsbetrieben.

Gleichzeitig gibt es hier eine langjährige und vielfältige Geschichte von Protest gegen die Tierindustrie. Unter anderem Bürger*inneninitiativen, Ortsgruppen von bundesweiten Vereinen und Graswurzelgruppen sowie Einzelpersonen führen Kundgebungen durch, schreiben Einwendungen, führen Infoveranstaltungen durch und noch vieles mehr.

Und dennoch ist die Tierindustrie weiterhin am wachsen, während Bäuer*innen vielfach ums Überleben kämpfen. Mit diesem Vernetzungstreffen wollen wir dazu beitragen, dass wir uns gegenseitig dazu austauschen, wie wir das ändern können. Wir wollen uns gegenseitig besser kennenlernen, von unseren vielfältigen Erfahrungen und Plänen erfahren und gemeinsam über unsere Perspektiven austauschen.

Eingeladen sind alle Interessierten: organisierte Gruppen sowie Einzelpersonen; langjährig Aktive sowie „Neue“ ohne Erfahrung; Gruppen mit Schwerpunkten auf Naturschutz, Ernährungssouveränität, Tierrechte, Klimagerechtigkeit, oder Arbeitsrechte und soziale Belange; Kasseler*innen und Menschen aus ganz Nordhessen.

Das Treffen soll vor allem der Vernetzung dienen, Erwartungen an konkreten Ergebnisse möchten wir keine wecken. Wir würden uns jedoch freuen, wenn sich die Vernetzung verstetigt und später einmal vielleicht auch gemeinsame Kampagnen oder dergleichen entstehen könnten – bringt gerne eure Ideen mit.

Schreibt uns zur Anmeldung und bei Fragen gerne per E-Mail an tierindustrie-nordhessen@riseup.net.

Wir freuen uns auf euch, Cato, Miri und Fredi

Über uns: Wir sind drei motivierte Menschen, sind in verschiedenen Gruppen (Umweltschutz, Klimagerechtigkeit, Tierrechte) gegen die Tierindustrie aktiv und würden uns gerne enger mit anderen Aktiven vernetzen. Das Vernetzungstreffen reiht sich ein in die aktuell entstehenden Initiativen im Rahmen des neuen Netzwerks “Kassel 2030”.

Einladung für Gießen:

Klimakrise, Umweltprobleme, Ausbeutung von Bäuer*innen, Arbeiter*innen und Tieren, und nicht zuletzt die Entstehung und Verbreitung von multi-resistenten Keimen und Krankheiten wie Corona – die Tierindustrie spielt eine maßgebliche Rolle bei vielen gegenwärtigen Krisen.

Gleichzeitig gibt es hier eine langjährige und vielfältige Geschichte von Protest gegen die Tierindustrie. Unter anderem Bürger*inneninitiativen, Ortsgruppen von bundesweiten Vereinen und Graswurzelgruppen sowie Einzelpersonen führen Kundgebungen durch, schreiben Einwendungen, führen Infoveranstaltungen durch und noch vieles mehr.

Und dennoch ist die Tierindustrie weiterhin am wachsen, während Bäuer*innen vielfach ums Überleben kämpfen. Mit einem Vernetzungstreffen streben wir an, dass wir uns gegenseitig austauschen, wie wir das ändern können. Wir wollen uns besser kennenlernen, von unseren vielfältigen Erfahrungen und Plänen erfahren und gemeinsam über unsere Perspektiven austauschen.

Eingeladen sind alle Interessierten: organisierte Gruppen sowie Einzelpersonen; langjährig Aktive sowie „Neue“ ohne Erfahrung; Gruppen mit Schwerpunkten auf Naturschutz, Ernährungssouveränität, Tierrechte, Klimagerechtigkeit, oder soziale Belange.


Das Treffen soll vor allem der Vernetzung dienen, Erwartungen an konkreten Ergebnisse möchten wir keine wecken. Wir würden uns jedoch freuen, wenn sich die Vernetzung verstetigt und später einmal vielleicht auch gemeinsame Kampagnen oder dergleichen entstehen könnten – bringt gerne eure Ideen mit.

Wir freuen uns auf euch,

Cato, Miri und Fredi

Über uns: Wir sind drei motivierte Menschen, sind in verschiedenen Gruppen (Umweltschutz, Klimagerechtigkeit, Tierrechte) gegen die Tierindustrie aktiv und würden uns gerne enger mit anderen Aktiven vernetzen.

Durch die aktuelle Corona Situation bitten wir um vorherige Anmeldung an folgende Adresse: tierindustrie-mittelhessen@riseup.net

Politische Tiergespräche #4: Gemeinsam gegen die Tierindustrie

Heute Abend sind wir zu Gast bei “politische Tiergespräche” organisiert vom Tierbefreiungsarchiv.

20:00 – 21:30

An der Veranstaltung könnt ihr unter folgenden Link teilnehmen:

https://conference.sixtopia.net/b/das-lnp-9fl

das Passwort lautet 478773.

Aus der Ankündigung:

Am Samstag, den 4. Juli, besetzten 30 Aktivist*innen vom Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie das Dach des umstrittenen Tönnies-Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück sowie dessen Hauptzufahrtsstraße. Sie forderten eine dauerhafte Schließung der Schlachtfabrik und die Abschaffung der Tierindustrie.

Bei unseren vierten Politischen Tiergesprächen sprechen wir mit zwei der Aktivist*innen über das Bündnis und dessen Arbeit, über die Besetzung und über weitere Forderungen, Ziele und Vorhaben.

Wir erklären uns solidarisch mit Ende Gelände!

Mitte Mai hatte der Berliner Verfassungsschutz das Bündnis Ende Gelände als „linksextrem“ eingestuft. Wir erklären uns gemeinsam mit vielen anderen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung solidarisch mit Ende Gelände! Wir verurteilen diesen Versuch der Kriminalisierung von „Ende Gelände“ aufs Schärfste.

Die Solidaritätserklärung mit der Liste der Unterzeichner*innen findet ihr auf der Homepage von Ende Gelände: https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/

„Ende Gelände“ ist Teil der Klimabewegung: Wir stehen solidarisch zusammen!

Solidaritätserklärung mit Ende Gelände

Die Regierungen dieser Welt haben in Paris beschlossen: Der Großteil der fossilen Energien muss im Boden bleiben. Denn die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ist die Hauptursache der globalen Klimakrise. Sie verursacht Dürre und Hunger, Artensterben, Wetterextreme und Überflutungen. Millionen Menschen, besonders im Globalen Süden, bedroht der Klimawandel schon heute in ihrer Existenz und zwingt sie zur Flucht.

Ob es wirklich einen Wendepunkt in der internationalen Klimapolitik gibt, entscheidet sich auf der nationalen Ebene der Staaten, die historisch wie aktuell die größten Verursacher der Klimakrise sind. Doch die Bundesregierung versagt beim Klimaschutz. Zwanzig weitere Jahre Kohle-Verbrennung sind mit dem Pariser Klimaabkommen nicht vereinbar. Seit vielen Jahren setzt sich eine breite Klimabewegung aus der Mitte der Gesellschaft heraus für einen schnellen und sozial gerechten Kohleausstieg ein: Anwohner*innen der zerstörerischen Braunkohle-Tagebaue ebenso wie Umweltverbände und andere Organisationen. Gleichzeitig verstehen sich immer mehr Menschen als Teil einer globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern, dass nicht länger einige wenige Menschen von dem Wohlstand profitieren, der mit fossilen Energien erzeugt wird, während viele andere unter den Folgen leiden. Mit „Fridays for Future” hat sich weltweit eine ganze Generation zusammengeschlossen, um für ihre Zukunft und gegen die Klimakrise zu kämpfen. „Ende Gelände“ ist Teil dieser Bewegung und als solche stehen wir solidarisch zusammen – auch gegen Angriffe vom Berliner Verfassungsschutz, der „Ende Gelände“ jetzt erstmals als „linksextrem“ eingestuft hat. Die Forderung von „Ende Gelände“ nach einem dringend nötigen Systemwandel, die mittlerweile von großen Teilen der Gesellschaft getragen und unterstützt wird, darf und kann nicht die Rechtfertigung für diese Einstufung sein.

Wir, die unterzeichnenden Gruppen und Organisationen, sind erschüttert über die Tatenlosigkeit der Bundesregierung inmitten der größten Krise der Menschheit. Wir können es angesichts der drohenden Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen. Der Aktions-Konsens von „Ende Gelände” betont Sicherheit und Transparenz für alle Beteiligten und schließt die Zerstörung von Infrastruktur und eine Gefährdung von Menschen aus. Ziviler Ungehorsam gegen existentielle Gefahren und Missstände hat eine lange und bedeutende demokratische Tradition. So würde es ohne den – auch ungehorsamen – Widerstand gegen Atomkraft keinen Atomausstieg geben. Die entschlossenen, aber friedlichen Aktionen von „Ende Gelände” in den vergangenen Jahren haben diese Tradition eindrucksvoll aufgenommen.

„Ende Gelände“ ist ein aufrüttelndes Signal zum Ausstieg aus einer zerstörerischen Technologie und für den globalen Erhalt der Umwelt. Die Aktion ist ein Ausdruck der Solidarität mit den Menschen, die schon heute gegen die Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen kämpfen müssen, mit denen, die in Zukunft am meisten betroffen sein werden und mit allen, die weltweit für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten eintreten. Daher erklären wir uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle.

Der Berliner Verfassungsschutz ordnet den legitimen zivilen Ungehorsam von Ende Gelände als verfassungsfeindlich ein und stellt Ende Gelände auf eine Stufe mit rechtsextremen Gruppen. Wir verurteilen diese Gleichsetzung und den Versuch der Kriminalisierung von „Ende Gelände“ aufs Schärfste. Genauso wie Fridays for Future und die Jugendorganisationen von SPD, Grünen und Linkspartei stehen auch wir weiterhin solidarisch zu „Ende Gelände.“

Spendenaufruf

Wir sind immer noch Mega Baff über den heutigen Tag und das große mediale Interesse. Viele von euch haben heute mit uns mitgefiebert und Solidarität mit den Besetzer*innen geäußert.

Danke dafür!

Wir freuen uns darüber, dass die Besetzung so hohe Wellen geschlagen und so viele Menschen erreicht haben!
Besonders wichtig ist uns dabei, durch Aktionen Informationen veröffentlichen und Inhalte transportieren zu können. Sowie Druck auf die Tierindustrie auszuüben.

Dennoch brauchen wir leider auch finanzielle Mittel, um diese Arbeit leisten zu können. Zusätzlich zu dem Material und den Fahrtkossten der Aktivist*innen müssen wir leider auch mit Repressionskosten rechnen.

Wenn ihr uns finanziell unterstützen wollt und könnt, spendet bitte an folgendes Konto:

Konto: Spenden und Aktionen
IBAN: DE29 5139 0000 0092 8818 06
BIC: VBMHDE5F
Betreff: PHW ade (unbedingt mit angeben)
Betreff: ,,PHW – ADE“ (bitte unbedingt mit angeben!)

Riesig freuen würden wir uns auch über Leute, die Solidaritäts Veranstaltungen ins Leben rufen wollen und unterstützen euch auch gerne mit inhaltlichen Inputs.

Danke an alle aktiven und solidarischen Unterstützer*innen!

Tönnies Schlachtfabrik besetzt, Ticker:

++ Unsere Pressemitteilung findet ihr hier https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/toennies-schlachtfabrik-besetzt/ ++

++ Aktuelle Fotos von der Aktion findet ihr hier https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/toennies-schlachtfabrik-besetzt-galerie/ ++

17:25 Uhr: Die 3 Genoss*innen wurden soeben freigelassen und wurden unter Beifall von der Solidaritätsmahnwache empfangen.

15:30 Uhr: Vor der Polizeiwache in Gütersloh versammeln sich einige Menschen um für die Freilassung der drei Aktivist*innen zu demonstrieren. Diese wurden vor etwa 2 Stunden mit Handschellen abgeführt und in Gewahrsam genommen.

13:45 Uhr: Die drei Aktivist*innen wurden mit Handschellen abgeführt und in die Polizeiwache in Gütersloh gebracht. Wir verurteilen dieses unnötige Verhalten der Polizei aufs Schärfste!

13:00 Uhr: Die Polizei-Schikane ist noch nicht vorbei. 3 Genoss*innen werden derzeit an der Abreise gehindert. Wir fordern alle Aktivist*innen sofort gehen zu lassen!

12:20 Uhr: Die Aktivist*innen der Straßenblockade haben sich mit der Mahnwache zusammengetan. Mehr als 100 Menschen demonstrieren vereint gegen Tönnies.

12:10 Uhr: Die Aktivist*innen vom Dach sind jetzt alle frei.

11:50 Uhr: Die Polizei verhält sich durchgehend unkooperativ der Presse gegenüber. Journalist*innen wurden nicht in die Nähe der Aktion gelassen, dadurch wurde eine unabhängige Berichterstattung erschwert. Außerdem wurde einem Journalisten angedroht, die Kamera abgeben zu müssen, wenn er weiter ihre willkürliche Kontrolle dokumentiere.

11:45 Uhr: Die Dach-Aktivist*innen, wollten nach Absprache mit der Polizei ohne Repressionen das Gelände verlassen. Nachdem dies zugestanden wurde, wurden sie kurz darauf wegen “Verstoß gegen das Vermummungsverbot” gestoppt – eine Person wird derzeit festgehalten!

11:30 Uhr: Die Polizei verhindert eine Zusammenkunft der Mahnwache und der Bodenblockade. Offenbar haben sie Angst vor einem breiten Widerstand. Wir lassen uns nicht spalten!

10:00 Uhr: Die Blockade läuft weiter! Medien berichten Deutschlandweit über die Aktion.

08:45 Uhr: Die Androhung der Zwangsquarantäne wurde nach Gesprächen zwischen der Polizei und den Aktivist*innen zurückgezogen!!

08:30 Uhr: Die Polizei hat allen Aktivist*innen und Journalist*innen vor Ort Zwangsqurantäne angedroht und ihnen verboten sich vom Gelände zu entfernen.

06.10 Uhr: Die Securities verlassen das Dach. Die Aktivist*innen hängen das Banner wieder auf.

06.00 Uhr: Securities reißen das Banner vom Dach

04.10 Uhr: 25 Aktivist*innen blockieren die Hauptzufahrt

04.00 Uhr: 4 Aktivist*innen gelangen auf das Dach und dropen ein Banner mit der Aufschrift “Shut Down Tierindustrie!”

Tönnies-Schlachtfabrik besetzt

Pressemitteilung

Rheda-Wiedenbrück, 4. Juli: 30 Aktivist*innen vom Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ besetzen seit den frühen Morgenstunden das Dach des umstrittenen Tönnies-Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück sowie dessen Hauptzufahrtsstraße. Sie fordern eine dauerhafte Schließung der Schlachtfabrik und die Abschaffung der Tierindustrie. Für 11:30 Uhr ist außerdem eine Kundgebung vor dem Schlachthof angemeldet.

Die Aktivist*innen haben ein Transparent mit der Aufschrift „Shut down Tierindustrie“ vom Dach heruntergelassen. Auf der Zufahrtsstraße sind mehrere Personen aneinandergekettet. Die Polizei ist vor Ort. Der Schlachthof ist derzeit noch geschlossen: Mitte Juni war bekannt geworden, dass sich mehr als 1.500 Mitarbeiter*innen mit Corona infiziert hatten. Die umgebenden Landkreise mussten daher einen neuen Lockdown hinnehmen, die Wut ist groß. Heute ab 11:30 Uhr ist eine Kundgebung angemeldet, zu der über hundert Menschen erwartet werden. Trotz anhaltender Proteste wird befürchtet, dass der Betrieb bald wieder aufgenommen werden soll.

„Wir sind noch mitten in der Pandemie“, sagt Isa Suhr vom Bündnis gegen die Tierindustrie. „Um Arbeiter*innen und Anwohner*innen zu schützen, muss der Schlachthof dauerhaft geschlossen bleiben. Aber Corona ist nicht das einzige Problem: Die Tierindustrie bedeutet enormes Leid für Millionen fühlender Lebewesen. Der Futtermittelanbau und die Tierhaltung heizen massiv die Klimakrise an. Die Situation der Arbeiter*innen in der deutschen Fleischindustrie war bereits vor der Corona-Krise unerträglich. Jetzt ist der Moment, diese Industrie zu beenden und sofort den Übergang zu einer pflanzenbasierten, solidarischen und ökologischen Lebensmittelproduktion einzuleiten.“

„Die Regierung ergreift derzeit höchstens halbherzige Maßnahmen. Es geht ihr offenbar darum, die Tierindustrie trotz allem am Laufen zu halten“, so Maya Keller, die sich in der Einfahrt angekettet hat. „Um Menschen und Tiere zu schützen, gibt es keine andere Möglichkeit, als die Schlachtfabriken zu besetzen. Was es jetzt braucht, ist eine Massenbewegung: Wir müssen die Kontrolle über die Lebensmittelproduktion zurückgewinnen. Ersetzen wir die profitgetriebenen Fleischkonzerne durch demokratisch kontrollierte, ökologische und tierleidfreie Produktionsstätten!“

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem macht wenige Menschen reich und fügt vielen enormen Schaden zu“, so Keller weiter. „Sie ordnet das Leid der Tiere dem Streben nach Profit unter und sie ist drauf und dran, diese Welt als ganze zu zerstören. Dabei gibt es Alternativen! Wir müssen jetzt für sie kämpfen: Für eine Welt der Solidarität statt einer der Ausbeutung und Zerstörung.“

Über das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie”:

Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ ist ein bewegungsübergreifendes, überregionales Bündnis, das sich im Rahmen einer Aktionskonferenz im Juli 2019 gegründet hat. Ein geplantes Aktionscamp gegen die PHW-Gruppe im Juni 2020 in Niedersachsen musste aufgrund der Corona-Situation verschoben werden. Das Bündnis fordert die Abschaffung der Tierindustrie und eine Agrarwende hin zu einer solidarischen und ökologischen Produktions- und Organisationsweise, die nicht auf Kosten anderer erfolgt und nicht am Gewinn orientiert ist.

Zeit zum Umdenken – EU-Mercosur-Abkommen stoppen!

Brasilien hat weltweit die höchste Entwaldungsquote. Das EU-Mercosur-Abkommen würde diese Situation noch verschlimmern. Es wäre auch ein Geschenk an Brasiliens Präsident Bolsonaro, zu dessen Politik Menschenrechtsverletzungen sowie die Vertreibung von Indigenen von ihrem Land gehört. Dennoch will die deutsche Bundesregierung während ihrer EU-Ratspräsidentschaft das Abkommen bis zur Unterschriftsreife führen.

60 Organisationen in Deutschland und 275 Organisationen EU-weit fordern daher einen Stopp der Arbeit an dem Abkommen. Wir unterstützen den Appell, auch wenn wir nicht mit allen Aspekten übereinstimmen – nicht nur sehen wir den Tierwohl-Begriff kritisch, mit dem der Appell arbeitet; wir denken auch, dass das aktuelle politische und wirtschaftliche System eine noch deutlich grundsätzlichere Kritik verdient. Aber es erscheint uns sehr wichtig, auch über Positionsunterschiede zusammenzuarbeiten, um Katastrophen wie dieses Abkommen zu verhindern.

Das ganze Papier lest ihr hier https://www.regenwald-schuetzen.org/ueber-uns/erfolge-und-news/regenwald-retten/detail/zeit-zum-umdenken-eu-mercosur-abkommen-stoppen/

#SoGehtSolidarisch: Aufruf der Klimagerechtigkeits-Bewegung für Unteilbar-Aktionstag

Auch wir haben den Aufruf der Klimagerechtigkeitsbewegung für den gemeinsamen Aktionstag mit Unteilbar unter dem Motto #SoGehtSolidarisch unterzeichnet:

1,5 METER ABSTAND – FÜR GERECHTE 1,5 GRAD!

Gesundheitskrise, Wirtschaftskrise, Klimakrise… Es reicht! Jetzt ist der Moment, um umzusteuern. Ihr habt kein Recht darauf, mit Steuergeldern unsere Zukunft zu verspielen. Mit vereinten Kräften setzen wir uns für ein gutes Leben für alle ein.

#BailoutThePlanet: Wir brauchen endlich einen grünen Neustart, der allen hilft – keine Geschenke für zukunftsfeindliche Lobbys und Industrien! Der Weg aus der Krise darf nicht der Weg direkt in die nächste Katastrophe sein! Konjunkturpakete für Öffis, Rad und Bahn statt Auto- und Flugbranche. Erneuerbare Energien, Pflege und Gemeinwohl statt Subventionen für fossile Verschmutzer. Nachhaltiger Wirtschaftswandel statt Scheinlösungen von gestern. Es ist an der Zeit – lasst uns einen sozial gerechten Klimaplan umsetzen, anstatt die Probleme zu zementieren.

#SoGehtSolidarisch: Wir dürfen niemanden im Stich lassen, weder Alte und Kranke noch Geflüchtete an den Außengrenzen und Obdachlose. Selbstständige und prekär Beschäftigte sind nicht weniger wert als große Konzerne. Rettet Bildung und Soziales nicht erst, wenn es zu spät ist. Unsere Zukunft ist nicht weniger wichtig als die Gegenwart. Verantwortung heißt, Lebensgrundlagen nicht nur vor Corona zu schützen: Menschen vor Profite!

#Unteilbar durch die Krise: Wir, die Bewegungen für Klimagerechtigkeit, rufen dazu auf, gemeinsam mit vielen anderen antirassistischen und solidarischen Initiativen am 14. Juni, uns die Straßen zu nehmen und Bänder der Solidarität zu knüpfen. Mit 1,5 Meter Abstand demonstrieren wir für sozial und ökologisch gerechte Konjunkturprogramme und eine klimagerechte Zukunft. Lokal, regional und global!

Liveticker zu den Arbeiter*innen-Aktionstagen

– Bilder von den Aktionstagen findet ihr hier

Sonntag, 31. Mai – Tag 4

+++14:00 Uhr: Start der Kundgebung unter dem Motto „Stoppt die Fleischindustrie – Solidarität mit den ausgebeuteten Arbeiter*innen“ in der Nähe des Fleischgroßmarktes. Mit Redebeiträgen von unserem Bündnis sowie von der Gewerkschaftslinke Hamburg und vom Hamburger Ernährungsrat. Fotos in der Galerie. Artikel auf NDR.de.

+++7:30 Uhr: Kunstblutaktion bei Westfleisch in Münster, mehr dazu hier. dpa-Meldung bei den Westfälischen Nachrichten.

+++Nacht: Banner und Graffiti-Aktion in Ingolstadt, Bilder in der Galerie.

Samstag, 30. Mai – Tag 3

+++15:00 Uhr: Die Freund*innen der kurdischen Freiheitsbewegung Braunschweig verklebten Aufkleber auf Fleischverpackungen in Braunschweig, Aufschrift z.B.: „Für dieses Produkt wurden Arbeitsmigrant*innen um den Mindestlohn betrogen.“ Über die Aktion berichtete unter anderem ANF Deutsch.

+++14:00 Uhr: Supermarkt-Banner-Aktion, Bilder in der Galerie.

+++12:00-14:00 Uhr: Mahnwache in Freiburg, Bilder in der Galerie.

+++11:00 Uhr: Mahnwache von den tierbefreiern Bochum in der Bochumer Innenstadt, Bilder in der Galerie.

+++ 09:00 Uhr: Die Podiums-Diskussion zu Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie gibt es jetzt auch auf Youtube zum nachschauen. Ihr findet es hier

Freitag, 29. Mai – Tag 2

+++16:00 Uhr: Kundgebung vor dem Wiesenhof-Schlachthof in Bogen, Bayern.

+++ 15:30 Uhr: In Königs-Wusterhausen protestieren Aktivist*innen unter anderem von Tierfabriken Wiederstand, Robin Wood und der Bürgerinitiative KW-Stinkt’s vor dem Bahnhof und informieren über die Machenschaften von Wiesenhof.

+++14:30 Uhr: Flyeraktion im “Schlachthofviertel” München. Solidaritätsaktion vor der Schlachtfabrik bzgl. der Stärkung der Arbeiter*innenrechte.

+++13:45 Uhr: Kundgebung vor dem Wiesenhof-Schlachthof in Königs Wusterhausen, Brandenburg.

+++ 12:00 Uhr: In Kassel findet eine Mahnwache gegen die Abwrackprämie, gegen Gelder für die Tierindustrie und andere klimaschädliche Fördergelder statt. Mit dabei ist auch ein Infostand in Solidarität mit den Arbeiter*innen der Tierindustrie! Mehr Infos findet ihr auf der Twitterseite von KlimagerechtigkeitKassel. Den Mitschnitt einer Rede findet ihr auf unserem Youtube-Kanal hier.

Donnerstag, 28. Mai – Tag 1

+++ 19:00 bis 21:00 Uhr: Online-Podiumsdiskussion zum Thema Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, mehr Informationen hier, zum Livestream geht’s außerdem hier lang

+++ 16:00 bis 19:00 Uhr: Aktivist*innen von Hamburg Animal Save demonstrieren in Hamburg gegen die Ausbeutung von Tieren, der Umwelt und den ArbeiterInnen der Tierindustrie. Mehr dazu auf ihrer Facebook Seite

+++ 11:40 Uhr: Kampagne gegen Tierfabriken Niedersachsen hisst Transparente in Braunschweig, mehr dazu hier