Gemeinsam gegen Tönnies in Kellinghusen (bei Hamburg) – Überregionale Demo am 15.06.

Share-Pic mit Aufschrift Demo am Tönnies-Schlachthof Kellinghusen und wichtigen Daten zur Demo

Am Tönnies-Schlachthof Kellinghusen setzen wir ein Zeichen gegen Deutschlands größten Schlachtkonzern und führenden Fleischverarbeiter: Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Tönnies“ zeigen wir, dass Schluss sein muss mit dem grenzenlosen Tierleid, der Ausbeutung der Arbeiter*innen in den Schlachtfabriken, mit der Zerstörung der Umwelt, mit neokolonialen Strukturen und mit dem riesigen Profit, den Tönnies mit all dieser Zerstörung macht. 

In Kellinghusen (bei Hamburg) schlachtet Tönnies im Schlachthof Thomsen über 5.000 Schweine am Tag – laut eigenen Angaben hat der Schlachthof eine Schlacht-Kapazität von jährlich bis zu 1,7 Millionen Tieren. Im Akkord werden hier Tiere getötet, die in den Mastanlagen der industriellen Tierhaltung in kürzester Zeit auf ein maximales Schlachtgewicht gemästet werden. Genau hier wollen wir laut sein!

Auf der Unterseite zur Demo findest du alle wichtigen Infos zu Anreise und Ablauf. Sei dabei!

Der nächste Skandal: Tönnies bezieht Rindfleisch aus illegal gerodeten Regenwaldflächen

Allen Lippenbekenntnissen zum Trotz: Eine neue Recherche zeigt, Tönnies und gut ein Dutzend weiterer deutscher Unternehmen beziehen tonnenweise Fleisch von Rinderfarmen, die auf illegal gerodeten Regenwaldflächen errichtet werden. Spiegel Online berichtet in einer ausführlichen Reportage.

Demnach wurden allein 2022 insgesamt 190 Tonnen Rindfleisch aus Abholzungsgebieten nach Hamburg geliefert, um über den Tönnies Konzern in Supermarktketten wie Aldi und Lidl vertrieben oder weiter exportiert zu werden. Zudem wurden weitere 470 Tonnen in diesem Jahr nach Italien verschifft, um ein dortiges Tönnies-Werk zu beliefern. Sprecher des größten deutschen Fleischkonzerns streiten die Lieferungen nicht ab, sprechen aber von „Einzelfällen“.

Die Spiegelreportage beruft sich auf eine Studie des Dom and Bruno Projects, einem internationalen Recherchenetzwerk, das nach den am 5. Juni 2022 ermordeten Investigativ-Journalisten Bruno Pereira und Dom Philipps benannt ist. Die Studie zeigt, wie Rindfleisch aus illegal errichteten Rinderfarmen auf den europäischen Markt gelangt. Fleisch aus Farmen, die wegen illegaler Abholzungspraxis sanktioniert wurden, wird über zertifizierte Farmen und Schlachthöfe „reingewaschen“ und ins europäische Ausland exportiert.

Die Abholzung von Regenwäldern für die Errichtung von Rinderfarmen und den Futtermittelanbau steht bereits seit Jahren aufgrund der Vertreibung der indigenen Bevölkerungen und den klimaschädlichen Auswirkungen der Rodungen und der Rinderhaltung in der Kritik.

Die Fleischkonzerne tragen damit eine direkte Verantwortung für diese ausbeuterischen Verhältnisse und die immense Naturzerstörung in Brasilien.


Quellen und weitere Infos:

Spiegel-Online: „Wie Rindfleisch aus abgeholzten Regenwaldflächen in Europa landet“ (Paywall):

Radio Gütersloh: „Rindfleisch-Importe aus geholztem Regenwald – Tönnies offenbar dabei“

Forbidden Stories / The Bruno and Dom Projekt: „The Amazon Cut: How beef linked to deforestation is exported to europe by major companies“ (englisch):

Wikipedia: „Murder of Bruno Pereira and Dom Phillips“ (englisch)

Podcast Folge #07 veröffentlicht: Repression durch Unternehmen

Gemeinsam Lauschen Episode 7

Die neueste Episode unseres Podcasts „Gemeinsam Lauschen“ ist ab sofort verfügbar. Unter dem Titel: „Von Tönnies verklagt – Wenn Unternehmen Protest mundtot machen wollen“, erwartet euch folgendes:

Wer sich Ungerechtigkeiten entgegenstellt, wird nicht selten vom Staat mit Strafverfahren konfrontiert. Doch auch Unternehmen wie der Braunkohlekonzern RWE, die aus guten Gründen im Fokus von Aktionen sozialer Bewegungen stehen, versuchen ihre Profite gerichtlich gegen Aktivist:innen abzusichern. In dieser Podcast-Folge gucken wir uns diese Repression durch Unternehmen genauer an. Wir führen ein Doppelinterview mit Anica von Tear Down Tönnies und Joschka von der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Anica berichtet uns, wie der Fleischkonzern Tönnies versucht, Schlachtfabrik-Blockierer:innen mundtot zu machen, und wie diese sich zur Wehr setzen. Joschka erläutert die Bedeutung von solchen „SLAPP“s („strategic lawsuit against public participation“) und erklärt, warum wir diese immer beliebtere Strategie von großen Konzernen im Auge behalten sollten.

Den Podcast findet ihr auf unserer Webseite, bei funkwhale, Spotify und in den gängigen Podcatchern. Hört rein!

Share-Pics für Social Media verfügbar

Ihr wollt für unser Camp und unsere Aktion mobilisieren? Teilt unsere Share-Pics über eure Social-Media-Kanäle. Unter Material haben wir einge für euch zusammengestellt. Auch Hintergrundinformationen zu PHW/Wiesenhof, unserem Aktionsziel, findet ihr dort. Schaut rein!

Ihr wollt sogar offline noch schnell ein paar Plakate fürs Camp in eurer Stadt oder Region aufhängen? Dann schreibt uns gern eine Mail und wir schicken euch welche zu.

Schon gewusst?: Wir haben auch einen Telegram-Kanal, über den wir euch auf dem Laufenden halten.

Solibus fährt von Berlin zum Camp und zurück! Jetzt anmelden!

Hallo ihr lieben aktiven Menschen,

der Solibus fährt uns von Berlin nach Niedersachsen zu Camp und Massenaktion vom Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie. Und auch zurück!

Datum und Uhrzeit
Los geht’s am Dienstag, 13. Juli, um 10 Uhr. Zurück fährt der Bus am Samstag, 17. Juli, um 12 Uhr vom Camp. Abfahrtsort gibt’s bei Anmeldung.

Anmeldung
Wenn ihr dabei sein wollt, schreibt uns gerne eine E-Mail an:
berlin-solibus@gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org
(PGP Key hier: http://keys.gnupg.net/pks/lookup?op=get&search=0x06632A06944DFB09)

Es gibt 49 Plätze für Mitfahrer*innen. Der Bus ist barrierefrei mit Lift (1x Rollstuhlplatz fest, weitere mit umsetzen möglich). Es gibt Kontaktpersonen im Bus.
Es ist möglich, auch nur Hin oder auch nur Zurück mitzufahren. Aufgrund der Planung wäre es aber wichtig, wenn ihr uns das schon vorab mitteilen könnt.

Und ganz wichtig:
Wenn ihr euch angemeldet habt, dann aber doch nicht kommen könnt, sagt ab!
Sonst müssen Plätze leer bleiben und Leute die mitwollen können nicht mitfahren.

Geld
Ja, es ist ein Solibus. Das heißt aber nicht, dass das Solibus-Kollektiv keine Kosten für den Bus hat.
Diese wollen wir möglichst ordentlich decken und daher sollten wir schauen, dass insgesamt mindestens 1.000 € für den Bus zusammenkommen.
Wir wollen aber auch, dass ihr mitfahren könnt, wenn ihr gar keine Kohle habt.
Daher wäre unsere Empfehlung 15 € pro Fahrt zu entrichten. Der Solibeitrag wäre 20 €
Bei 10 € wären die Kosten bei einem vollen Bus fast gedeckt. Es ist aber oft der Fall, dass manche Plätze leer bleiben oder dass es anderen Mitfahrer*innen nicht möglich ist, so viel zu zahlen.
Daher wäre es sehr nice, nach dem Prinzip ‚Wer hat der*die gibt‘ zu verfahren.

Das Geld bringt ihr bitte Bar zur Abfahrt mit.
Schreibt uns bitte bei der Anmeldung, was ihr zahlen wollt, damit wir schon mal grob einschätzen können, was zusammenkommt.

Reisegepäck
Auf Grund der beschränkten Transportmöglichkeiten bitte wir euch darauf zu achten, wieviel ‚Zeug‘ ihr einpackt.
Solltet ihr mehr Material, als einen normalen Reiserucksack dabei haben, beispielsweise große Banner, Aktionsmaterial oder Geräte fürs Camp, so meldet uns das bitte vorher an.
Verzichtet bitte zum Wohle aller, wenn möglich, auf illegallisierte Drogen, Aktionsgegenstände oder sonstige Materialien.

Corona
Auch wenn der Inzidenzwert derzeit sinkt und wir mit einer Lockerung der Corona-Maßnahmen rechnen, bitten wir euch während der Fahrt einen medizinischen Mundschutz oder eine FFP2 Maske zu tragen.
Wir fänden es zudem wunderbar, wenn alle Menschen, noch vor der Fahrt, einen Selbsttest machen könnten. So könnt ihr alle dazu beitragen, die Sicherheit vor ungewünschten Corona Übertragungen und damit einher gehenden Unannehmlichkeiten, auch im Camp, zu minimieren. Desinfektionsmittel wird im Bus und auch im Camp bereit gestellt.
Solltet ihr Krankheitssymptome haben, appellieren wir an euch, gewissenhaft zu handeln und wenn ihr unsicher seid, zu Hause zu bleiben und abzusagen.

Wir freuen uns darauf, dich im Bus und auf dem Camp zu sehen!

Camp und Aktion rücken näher – Mobi läuft auf vollen Touren

Noch weniger als 2 Monate bis zu unserem Aktionscamp und der Massenaktion bei PHW/Wiesenhof in Niedersachsen vom 12.-17 Juli. Nun gilt es, so viele Menschen wie möglich über unserem Vorhaben zu informieren und einzuladen mitzumachen. Dafür brauchen wir euch bei der Mobilisierung, helft mit!

Ihr fragt euch wie? Hier findet ihr Antworten:

Social Media: Wir sind aktiv auf Mastodon, Twitter, facebook und Instagram. Haltet euch auf dem Laufenden, teilt unsere Posts und leitet Aktuelles über eure Kanäle weiter, damit wir so viele Menschen wie möglich erreichen.

Flyer + Plakate: Unter Material findet ihr Flyer zum Selbstausdrucken in bunt und schwarz-weiß. Verteilt diese bei Aktionen und an geeigneten Orten in eurer Nähe . Wenn ihr Orte kennt, an denen ihr unsere Plakate aufhängen könnt, schreibt uns gern eine Mail an die Mobi-AG, dann schicken wir euch welche zu: mobi (at) gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

Mobi-Veranstaltungen: Wir organisieren aktuell Mobi-Vorträge hauptsächlich als online-Veranstaltungen, diese findet ihr in der Rubrik Termine. Wenn ihr selbst eine Veranstaltung mit uns organisisieren wollt oder uns zu eurer Veranstaltung einladen oder zuschalten möchtet, meldet euch auch hierfür per Mail bei der Mobi-AG: mobi (at) gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

Aktiv werden: Ihr wollt aktiv das Camp oder die Aktion mitorganisieren. Wir freuen uns über neue Mitstreiter*innen und haben jede Menge unterschiedliche Aufgaben zu vergeben. Meldet euch hierfür, gerne mit eurer generellen Präferenz (z.B. Camp-Orga, Programm-Gestaltung, Mobilisierung, Social Media o.ä.), unter unserer allgemeinen Kontaktadresse: mail (at) gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

Wir sehen uns bei PHW/Wiesenhof!!!

Neue Podcast-Folge erschienen: Moore und Klimagerechtigkeit

Es ist soweit: eine weitere Folge unseres Podcasts: „Gemeinsam lauschen – der Podcast gegen die Tierindustrie“ ist fertig!

Die dritte Folge unseres Podcasts „Gemeinsam lauschen“ widmen wir den Mooren. Was ist eigentlich ein Moor? Welche Bedeutung haben Moore für unser Klima und welche Rolle spielen sie in der Landwirtschaft? Und was hat das eigentlich alles mit der Tierindustrie zu tun?

Diese und weitere Fragen haben wir mit zwei Aktivist*innen von Climate Justice Greifswald besprochen, die Moore zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit für Klimagerechtigkeit gemacht haben. Hört rein und teilt den Podcast mit euren Freund*innen.

Verfügbar ist der Podcast wie immer auf unserer Webseite, Soundcloud und Youtube!

Weitere Informationen:
Twitter-Account von Climate Justice Greifswald
Hintergrundinformationen zu Mooren
Alle Podcast-Folgen zum Nachhören

Ihr wollt mit der Podcast-AG Kontakt aufnehmen? Schreibt uns an:
podcast@gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.de