Disrupt-Aktionstage – Bericht 10. Oktober

Wir von Gemeinsam gegen die Tierindustrie sind aktuell bei den Disrupt-Aktionstagen, die von 8-13.10. in Bremen stattfinden.

Der Freitag war geprägt von vielfältigen Aktionen: Über acht Stunden haben etwa 70 Aktivist*innen die zu Tönnies gehörende Fleischwarenfabrik Könecke in Delmenhorst blockiert und das zerstörerische System der Tierindustrie unterbrochen.

Parallel dazu haben weitere 100 Aktivist*innen in Bremen die Reederei J. Müller blockiert. J. Müller importiert jährlich Millionen Tonnen von Futtermitteln aus Mittel- und Südamerika und macht damit riesige Profite. Der Futtermittelimport ist verantwortlich für Landraub und Entrechtung von Indigenen sowie für die Zerstörung hiesiger Ökosysteme.

Außerdem gab es eine Radtour von Bremen nach Brake mit anschließender Hafenrundfahrt durch die riesigen Futtermittelterminals, um auf die zerstörerischen Konsequenzen der Futtermittelindustrie aufmerksam zu machen.

Ein richtig erfolgreicher Tag für uns! Es wurde sichtbar gemacht, wo das Ernährungssystem Veränderung benötigt und wir haben gemeinsam überlegt, wie diese aussehen kann.

Und heute geht es weiter: Um 12:30 Uhr treffen wir uns am Hauptbahnhof für eine große Bündnisdemo: Für ein besseres Agrarsystem, für eine gerechtere Ernährung, für gutes und gesundes Essen für ALLE, und nicht für den Profit von wenigen.

Wir fordern: Eine solidarische Ernährungswende und eine Abschaffung der Tierindustrie!

Disrupt Aktionstage: Blockaden in Delmenhorst und Bremen

Wir von Gemeinsam gegen die Tierindustrie sind gerade bei den Aktionstagen des Disrupt-Bündnisses und setzen uns für einen sofortigen Stopp der Sojaimporte für die Tierindustrie ein.

Aktuell blockieren wir gemeinsam mit Disrupt die zu Tönnies gehörende Könecke Fleischwarenfabrik in Delmenhorst und den Zugang zu J. Müller Weser GmbH & Co. KG in Bremen. J. Müller importiert jährlich Millionen von Futtermitteln aus Mittel- und Südamerika und macht damit riesige Profite. Der Futtermittelimport ist verantwortlich für Landraub und Zerstörung hiesiger Ökosysteme.

Für Live-Updates gibt es einen Aktionsticker.

Wir sagen: Schluss mit Agrarindustrie & neokolonialer Ausbeutung. Für ein solidarisches & ökologisches Ernährungssystem.

Disrupt Aktionstage im Oktober – Wir sind dabei!

Wir von Gemeinsam gegen die Tierindustrie mobilisieren zu den Aktionstagen des Disrupt-Bündnisses in Bremen! Vom 9. bis 13. Oktober gibt es 🥁Demos, 📣Aktionen & ein 🏕️Camp mit spannendem Programm.

In Bremen und im Nahe gelegenen Brake, dem größten Futtermittelhafen Deutschlands, werden wir uns insbesondere für einen sofortigen Stopp der Sojaimporte für die #Tierindustrie einsetzen.

Wir sagen: Schluss mit #Agrarindustrie & neokolonialer Ausbeutung. Für ein solidarisches & ökologisches Ernährungssystem.

Alle Infos: https://disrupt-now.org/disrupt-food-system-2025

13. September: Demo gegen Tönnies in Weißenfels

Demoplakat: Mit einem Bild von einem zerfallenen Schlachthof und frei laufenden Schweinen. Dazu der Schriftzug "Das Schlachten beenden bei Tönnies und überall"

Save the Date! Das Schlachten beenden! Bei Tönnies und überall!

Die tierbefreier*innen Leipzig, XR Leipzig und die tierbefreier*innen Jena rufen am Samstag, den 13. September 2025 zur Demonstration gegen Tönnies in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) auf. Los geht es um 14 Uhr.

Nieder mit dem System Tönnies! Nieder mit der Tierindustrie! Für ein ausbeutungsfreies, gutes Leben für alle! Auf die Straße nach Weißenfels am 13. September!

Aufruf & Infos: https://tierbefreier.org/tbleipzig/2025/07/28/das-schlachten-beenden-demo-gegen-toennies-in-weissenfels/

Skandal: Bauernverband und Landwirtschaftsminister fordern Dumpinglöhne für Saisonarbeiter*innen

Saisonarbeiter*innen in der Landwirtschaft sollen künftig nur noch 80 % des gesetzlichen Mindestlohns erhalten, das forderte der Präsident des Bauernverbandes Joachim Rukwied Ende Juni. Unterstützung erhielt er wenig später auch vom neuen Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer  (CSU). Schließlich müsse die Internationale Wettbewerbsfähigkeit der Agrarunternehmen gewahrt bleiben, auf Kosten der Saisonarbeiter*innen.

Die Saisonarbeit, z.B. in der Erntehilfe, ist in großen Teilen durch Überausbeutung geprägt. Die Arbeit wird überwiegend von nicht-deutschen Arbeitskräften verrichtet. Bis zur Einführung des Mindestlohns waren Dumpinglöhne bei Agrarunternehmen an der Tagesordnung. Immer wieder wehren sich die Beschäftigten z.B. durch wilde Streiks gegen miese Arbeitsbedingungen und Unterschlagung von Löhnen.

Mit der Forderung nach einer Aussetzung des Mindestlohns setzen Bauernverband und Landwirtschaftsminister bewusst auf eine Deregulierung des Niedriglohnsektors und eine Verfestigung des Systems der strukturellen Diskriminierung. Es dürfte zudem nicht lange dauern, bis Tönnies, Amazon & Co. Ausnahmeregelungen auch für „ihre“ Beschäftigten fordern.

Wir stellen uns daher klar auf die Seite derer, die Tag für Tag gegen Lohndumping, prekäre Beschäftigungsbedingungen und rassistische Diskriminierung kämpfen.

Einmal mehr zeigt sich, wie dringend wir einen radikalen Systemwechsel in der Landwirtschaft brauchen. Wir sagen: Schluss mit Kapitalismus und Rassismus. Gleiches Recht für Alle! Für ein gerechtes, solidarisches und ökologisches Ernährungssystem!

Hintergrundinfos:

Dossier zum Thema bei Labour-Net: https://www.labournet.de/branchen/landwirtschaft/mindestentgelt-in-der-landwirtschaft-bei-saisonkraeften-wechselhaft

Über Arbeitskämpfe in der Fleischindustrie: https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/arbeitsbedingungen

Internationale Aktionstage im Oktober in Bremen

Share Pic zu den Aktionstagen. Überschrift Disrupt. Food System. Dazu Grafiken von Frachtschiffen, LKWs, Flugzeugen und Handelrouten auf einer Weltkarte und ein Verweis auf die Homepage disrupt-now.org

Vom 09. bis 13. Oktober organisiert das bewegungsübergreifende Disrupt-Bündnis Aktionstage zum Thema Landwirtschaft und Ernährungssystem in und um Bremen. Weltweit ist die Landwirtschaft bestimmt durch die Agrarindustrie – aufgebaut auf Ausbeutung und Zerstörung für Profitinteressen. Ein riesiges System aus Lieferketten, Abhängigkeiten und Machtkonzentration ist entstanden mit den bekannten Folgen für unsere Gesellschaft, Klima, Natur und Tiere.

Mehrere Häfen in denen Soja-Futtermittel aus Südamerika umgeschlagen werden, liegen in der Umgebung. Die Region ist auch als Hotspot der Tierindustrie bekannt. Für uns gute Gründe uns aktiv an den Aktionstagen zu beteiligen.

Gemeinsam für ein solidarisches, ökologisches und zukunftsfähiges Ernährungssystem. Schluss mit Futtermittelimporten! Schluss mit Agrar- und Tierindustrie!

Alle Infos:
https://disrupt-now.org/disrupt-food-system-2025

Tönnies scheitert mit Vion-Übernahme

Aktivst*innen zeigen Banner auf dem Dach eines Vion-Schlachtbetriebs. Dazu die Schlagzeile: Kartellamt untersagt Vion-Übernahme durch Tönnies-Konzern.

In den vergangenen Monaten hatten wir vielfältige Proteste gegen die Übernahme der verbliebenen deutschen Vion-Standorte durch Tönnies organisiert, darunter Kundgebungen, eine Großdemo und eine Besetzung der Schlachtfabrik in Crailsheim.

Nun hat das Bundeskartellamt die Übernahme tatsächlich untersagt. Zahlreiche Schlachthöfe sowie fleisch- und lederverarbeitende Betriebe in Süddeutschland werden nicht durch Tönnies übernommen.

„Die Übernahme der Vion-Standorte hätte die Marktposition von Tönnies zum Nachteil der Landwirtinnen und Landwirte und der verbleibenden kleineren Wettbewerber in den betroffenen Regionen bedenklich verstärkt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Ob das Kartellamt diese Entscheidung auch ohne den öffentlichen Druck durch die Proteste und zahlreiche Kartellamtsbeschwerden gefällt hätte ist ungewiss.

Sicher ist, die Entscheidung ist ein deutlicher Rückschlag für Expansionskurs des Tönnies-Konzerns. Mit dem Kauf der Vion-Betriebe wollte Europas größter Schlachtkonzern auch größter Rinderschlachter Deutschlands werden.

Unklar ist derweil wie es mit dem ehemaligen Vion-Betrieben weitergeht. Wir fordern die Schließung der Schlachthöfe und Fleischfabriken und die Umwidmung der Betriebe für eine sozial gerechte, ökologische und pflanzenbasierte Lebensmittelproduktion.


Presseartikel: https://www.agrarheute.com/share/4634929
PM des Bundeskartellamts: https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2025/06_12_2025_Vion_Toennies.html?nn=52004

Blockade der Schlachtfabrik in Crailsheim!

Protestaktion vor einem Vion-Schlachthof: Mehrere Personen blockieren den Eingang mit einem Banner auf dem steht "Von Vion zu Tönnies der gleiche Mist - Wir brauchen ein System das anders ist". Auch auf dem Dach protestieren Aktivist*innen mit einem Banner.

Wir haben heute (Mo. 14.04.) mit 80 Aktivist*innen über fünf Stunden die Schlachtfabrik in Crailsheim!

Tönnies plant die Übernahme zahlreicher Schlachthöfe vom Konkurrenten Vion in Süd- und Ostdeutschland, so auch in Crailshaim (Baden-Würtemberg).
Wir sagen stattdessen: Mit Tönnies und der Tierindustrie muss Schluss sein! Für eine solidarische & ökologische Agrar- & Ernährungswende!

Seit 7:30 Uhr haben wir die Zufahrten und das Dach des Schlachthofs besetzt. Zahlreiche Aktivist*innen haben sich an den Straßen auf dem Gelände gestgeklebt. Erst nach fünf Stunden ist es der Polizei mit vielen Einsatzkräften und dem Einsatz von Hebebühnen gelungen die Proteste zu beenden. Die Aktion trifft bereits auf ein größeres Medienecho. Berichte gibt es in der Schwäbischen Zeitung, der Süd-West-Presse, beim SWR und anderen.

Vielen Dank an dieser Stelle an Credo u.a. für die tollen Fotos.

Einen Ticker zur Aktion gibt es bei Bluesky. : https://bsky.app/profile/ggtierindustrie.bsky.social/post/3lmquvwuqic26

Podcast: Landwirtschaft der Zukunft – Das Schweinesystem abwickeln!

Portraitaufnahmen von zwei Aktiven von Gemeinsam gegen die Tierndustrie, die im Podcast interviewt wurden.

Wir sprechen eine Stunde mit dem Dissens-Podcast (Folge 299) warum der Kampf gegen die Tierindustrie & für eine sozial- und ökologisch gerechte Agrar- und Ernährungswende wichtiger denn je ist!

Alle folgen des Dissens-Podcasts gibt es hier: https://podcast.dissenspodcast.de & natürlich auch bei Spotify, Deezer & Co.

Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid, hört doch gern auch mal bei unserem Podcast rein: https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/podcast

Wir brauchen keine neuen Tönnies-Schlachthöfe. Wir brauchen geschlossene Schlachthöfe!

Vion, Tönnies’ größter Konkurrent, zieht sich komplett aus Deutschland zurück. Die Großschlachthöfe in Bad Bramstedt (SH) und Emstek (NDS) wurden geschlossen. In Süd- und Ostdeutschland will Tönnies zahlreiche Vion-Schlachthöfe übernehmen.

Wir sagen: Wir brauchen keine neuen Tönnies-Schlachthöfe. Wir brauchen geschlossene Schlachthöfe für eine sozial gerechte und vor allem pflanzenbasierte Ernährungswende!

Gemeinsam gegen Tönnies! Kommt zur Demo am 29.3. in Waldkraiburg!